Cuba-Gedicht, deutsche Version mit Lesung

Lesung:

Cuba sísisi sisí

un poema de viage

la brisa

wie das Holz erzählt

rot

Welle klatsch Clave

wie das Holz erzählt

Welle klatsch Clave

la brisa

Meer klatsch

rot

Welle

grün klatsch

la isla

la brisa

wie das Meer klatscht

wie das Meer klatscht

und die Brise

popó

und die Gischt klatscht

wie das Rot

das Grün

und das Blau klatscht

wie das Volk

und die Insel

wie die Blüten

wie das Meer clavt

und la brisa

und die Katze

in Türkis

in Ruinen

continuà

la brisa

wie das Meer klatscht

wie das Volk clavt

wie das Meer klatscht

und amiga pfeift

wie das Holz singt

und die Brise

wie das Meer klatscht

und die Gischt tanzt

wie la brisa

popó

und amiga

wie dein Pfeifen swingt

wie das Meer klatscht

und der Duft bringt

was der Duft bringt

wie der Duft clavt

und die Blüten swingen

und das Rot

und das Grün

wie das Volk clavt

und das Meer swingt

wie der Klódeckel klappt

und der Jaime pafft

wie verschmitzt

wie verschwitzt

wie der Jaíme ruft und bringt

wie der Jaíme uns beschwingt

fámilia

cubana

und la brisa

wie das Hólz erzählt

Welle klatsch Clave patsch

wie das Holz erzählt

was die Insel uns erzählt

in die Knie

oye oye

wie das Meer klatscht

popó

wie die Gischt

und das Rot

und das Grün

klatscht

wie das Volk

und die Blüten

und die Hunde

und die Zitzen

wie das Hérz schwillt

wie das Meer clavt

und die Brise

und die Krise

und die Katze

in Türkis

in Ruin

hasta siempre

wie das Meer klatscht

und das Volk clavt

und Santéro

wie der Rúm samt

wie das Holz singt

wie die Brise swingt

wie das Meer klatscht

und amiga pfeift

knirscht

und die Gischt tanzt

wie la brisa

popó

und amiga

wie dein Pfeifen swingt

wie das Meer klatscht

was der Duft bringt

wie der Duft clavt

und die Blüten swingen

und das Rot

und das Grün

Cuba

Cuba

wie das Volk

wo die Bohnen wohnen

und der Hut

und der Mo

und der Mo

Mo Mo Mo Mojito

II :   malecón y chanchan

lächelst du

lächel ich dich an

              dann dann  :II

[erzählend]

es waren einmal

zwei Riesen

zwei blöde riesige Riesen

blöd und verfressen

die wollten die Insel

fressen

und der eine trat

mit seinen Quadratlatschen

UÄTSCH

in eine liebliche Bucht

im Süden der Insel

Ha! aber die Echsen

neckten ihn und die

Kolibris stachen ihn

und er schrie und schnaubte

und riss sich ein weiteres Stück

seines Hirns aus

dass es spritzte

die schöne Perle

ließ sich nicht besiegen

der andere Riese

dachte

ah ist der blöd

der merkt das nicht

wenn ich zwei riesig rote

StahlSchwänze

in der lieblichen Bucht

verstecke

aber der erste blöde Riese

merkts

und regt sich fürchterlich auf

und sie balgen sich

am Ende der Welt

dass es bebte

die Schöne aber blieb

und widerstand

II :   malecón y chanchan

lächelst du

lächel ich dich an

              dann dann  :II

[erzählend]

ein anderes Einmal

als die Insel

noch im Pazifik schwebte

und gánz allmählich

            zum Atlantik trieb

und noch gar nichts hatte

kein Röckchen

kein Söckchen

kein Stein

da kam der erste Einwanderer

            übers Meer

er war eine Frau

und legte seine Eier

in den Sand

und

verschwand

wie das Meer schwingt

Yemaya singt

wie die Bríse klingt

was Yemayá bringt

wie die Echse springt

wie sie in den Blüten brüten

und die Krabben

an die Küsten finden

wie die BienenElfe stürzt

wie der Nektar schwappt

in die Zisterne tropft

und das LICHT

und die Geister tauchen

und Cuba zu dem Todi kam

wie der Pfeiffrosch quappt

und der Jaime pafft

und amiga pfeift

und der Ami keift

wie die Insel schwingt

[erzählend]

ein ánderes Einmal

war es

als der ZackenBarsch

schon Langusten knackte

da wechselten die Männer

während sie wuchsen

ihr Geschlecht

und Yemaya lachte

und dachte

„wie der das Maul aufreißt“

  • aber es war eine Frau ! 😉

und

La Revolución

rettete die Riffe

und die Korallen

krallten sich in

den Boden

und waldeten

úralt wurden sie

so alt und

noch älter

fast hätten die Krabben

die Trockenzeit

verschlafen

wie die Echsen lechzen

und der Kolibri versinkt

auf dem Blütenboden

trinkt

wie der Pfeiffrosch treibt

auf der Insel bleibt

wie amiga síngt

und die Mafia stinkt

wie der Che pafft

und der Castro kokettiert

und Orishà lacht

und keine Schokolade kommt

Herr Gott!

ApfelsinenSaft!

und die Weißen wissen

wie zum Teufel

welche Götter

in dich fahren

wenn du willst

wenn du tanzt

wie du fällst

was du kannst

wie das Meer tanzt

Malecón kann –

und ChanChan mampft

und die Mutter

und die Suppe

Genießer niesen

[erzählend]

einmal haben die

sterblich Geborenen

so gelacht

dass die Götter schockiert

die Schwänze einzogen

schau!

Blau!

KönigsgrünSmaragd

Pelikan

ChanChan

Papier

Papier!

wir wollen toilettiern

oh!

oh!

wie das Meer klingt

und die Gischt klatscht

und amiga lacht

und der tocororo

nacional!

wie die Ficus

die Árme sinken

sich die Kolibris

betrinken

wie die Echsen nicken

mit den Schwänzen

kicken

batá  batá

[erzählend]

es war einmal

eine heiße heiße

Melasse

die gärte

und gärte

tausend Millionen Jahre

und acht Monate lang

und dann war’s

eine dicke süße Suppe

stark wie Krokodil:

IndiAfriCubOräisch !

hasta siempre

más charmante

II:  malecón y chanchan

lächelst du

lächel ich dich an

                        dann dann  :II

wie die Königspalme

swingt

und der Ficus

uns betört

was wir suchten

wie wir buchten

Kilo gata

Adriana

Oye!

pa gozar

Malecón

Son

Ron

wie das Lachen

uns betört

und der Ami

kaum noch stört

wie wir amistades machen

continua!

wie der Sturm dampft

und der Harry klampft

wie der Klódeckel klappt

und der Ami schnappt

wie der Fidel schwingt

und der Geisterfisch erschrickt

LICHT

nicht

wie das Holz erzählt

und der Che gequält

rot

Welle klatsch Clave

wie das das Holz erzählt

und die wilde Brille

wie das Meer klatscht

Welle rot

Welle grün

klatscht

wie die Insel clavt

und das Volk

und die Blüten

mit den Hunden

und den Zitzen

wie das Herz schwillt

in Türkis

in Ruin

hasta siempre

wie das Meer klatscht

und das Volk clavt

der SanteroSon

wie das Holz singt

und die Tres knirscht

und die Gischt tanzt

wie la brisa

popò

! amiga !

wie dein Pfeifen schwingt

und das Meer klatscht

was der Duft bringt

und das Grün

und das Rot

wie das Meer singt

und das Volk clavt

Coralina

wie verschmitzt

wie verschwitzt

oye

família

cubana

wie der Jaime ruft

was der Jaime bringt

und touristica verstaut

Hibiscus

Kaktee

vamos

Orchidee

wie das Salz

meine Damen und Herren

Himmelblau

wie die Hitze

unser Stolz Salz

wie Geschichte clavt

San José zwitschert

wie das Holz erzählt

Welle klatsch Clave patsch

Hüfte

Po

Oye

wie das Meer klatscht

und die Gischt bebt

wie die Brise

und die Krise

und die Katze

in Türkis

wie der Ron samt

und das Volk clavt

hasta  siempre

wie die Bohnen schwarz

und der Hut

II :  malecón y chanchan

lächelst du

lächel ich dich an

            dann dann  :II

und

            miradores !

ZuckermühlenSklavenTal

Glockenschläge

Glockenschläge

Glockenschläge

campana

Guave

Trinidad

zack!

und nehmen dir einfach

alles weg

       meine Damen und Herren

wie das Blau springt

und Yemaya klingt

wie die Flüsse

in die Insel schießen

in die eigne innre Welt

wie die schwarze Tante

deinen Orisha clavt

wie die Stadt swingt

in den Zwischendecken

drei Mal im Monat

rehabilitación

natürlich dürfen wir

auch ohne Peso

doch die Steuern

und Lizensen

ein Oldtimer

hat es da nicht leicht

Kubaner dürfen keine

Boote mieten

Feigen und Melonen

die High Society

die Paläste sind jetzt frei

aber

wer befruchtet jetzt

das Land

meine Herrschaften

periodes postspeciales

wohin tanzt dann Cuba

[erzählend]

es war an einem

idyllischen Tag

und Jesus saß

mit seiner Perücke

aufgerissne Augen

Mut und Geduld

Mut und Geduld

Mut und Geduld

wie das Meer klatscht

[leise singend]

Yemaya olodo

 

 

de tu querida presencia

 

 

 

© Paula C. Georges