Gedicht in meinen Unterbauch

 

 

O Hara

Gedicht in meinen Unterbauch

 

meine Beckenwiege

Sonnenzuflucht

Bärenhöhle

 

zwischen der Verdauungsfabrik

soll die Seligkeit sitzen –

 

oder steckt sie

sogar mitten im Mist?

 

ei, wie sie da in den wabbelnden

Enzymzersetzungsbakterien

kultiviert ins Metatronzeitalter schwingt …

 

ganz wundverschlungen

gluckst sie im Schaufelgehänge

da, wo die Liebe denkt,

Nachbarin Freundschaft

und Kinder ihren Platz finden

 

eia popeia Gaia

der Ochse brüllt

wie das Ooohm

 

und die Rhythmen der Gedärme

im Herzschlag den Takt

 

 

geborgen im Lebensfett

halten und walten die Felle, Sehnen, Gewebe

strenge Nerven und Blutgeflechte

zerfasernde Zellen und kugelige Kerne

alles verzweit und beeilt sich

im Strom zu bleiben

 

hin und her

oben, unten

 

0 Hara passt auf

und ihr Tönen hält